Montag, 17. Oktober 2016

Jinja

Hoffentlich hattet ihr so ein schönes und entspanntes Wochenende wie wir zwei?! Diesmal haben wir es in Jinja, wieder zusammen mit Lilly und Gabriel, verbracht.

Die Fahrt mit dem Taxi hat ca. 3 Stunden gedauert und es war spannend zu beobachten, wie sich die Vegetation von Kilometer zu Kilometer verändert. Je näher wir nach Jinja gekommen sind, desto grüner wurde es. Auf der Strecke liegt auch der Mabira Forest Reserve, hier werden wir wahrscheinlich auch nochmal einen Stopp einlegen, wenn wir das nächste Mal nach Jinja fahren- ja, wir dürfen/ müssen ein weiteres Mal dorthin, um unser Visum verlängern zu lassen :) )
Jinja selbst liegt am Nil, genauer gesagt, am „Source of the Nile“ (= Quelle/ Beginn des Nils im Victoria Lake). Wir haben eine kleine Bootstour gemacht und sind genau zu diesem Punkt gekommen- auf der einen Seite der Viktoria Lake und auf der anderen der Nil J Bei der Tour sahen wir unter anderem viele verschiedene Vögel und genossen einfach die Ruhe und Aussicht.
Genießen konnten wir außerdem auch das Essen und Trinken, welches dort in der Main Street westlich angehaucht ist. Jinja ist ein eher ein touristischerer Ort, wo es mehr Muzungus hinzieht. Wir haben gute Smoothies getrunken, Kuchen gegessen und einmal nicht Toast, sondern Müsli gefrühstückt.
Am Samstag haben wir zwei Jinja mit dem Fahrrad erkundigt, was wirklich schön war, weil wir selber unsere Wege wählen und unser eigenes Tempo fahren konnten. Es hat sich wirklich ausgezahlt, aber Achtung: hier herrscht Linksverkehr ;)
Neben dem Fahrradfahren hatten wir noch eine zweite Prämiere hier in Jinja: es ist am Samstagabend eine Live Band aufgetreten, denen wir zugehört und zugeschaut haben. Es war richtig spürbar, wie viel Spaß sie beim Spielen haben. 
Sonntags mussten wir leider schon wieder zurück, aber eine kleine Bootstour zu einem  Damm ging sich trotzdem noch aus und hat sich auf jeden Fall gelohnt!

Abschließend können wir beide sagen, dass Jinja auf alle Fälle einen Wochenendtrip wert ist, weil man raus aus der Stadt kommt, aber trotzdem zu einem Ort kommt, an dem ein bisschen etwas los ist. Wir kommen gerne wieder- bis Mitte Dezember Jinja :)

Bussis,
Olivia & Maria







Donnerstag, 13. Oktober 2016

Die Zeit vergeht...

Hallihallo :)

Morgen ist Freitag und morgen vor genau 4 Wochen startete unser Abendteuer. Los ging es in Wien/ Österreich, wir hoben ab und landeten in Entebbe/ Uganda- zwei komplett verschiedene und nicht vergleichbare Plätze auf unserer Erdkugel. Seitdem wir hier sind, haben wir schon viel erlebt, gesehen und gehört. Mittlerweile können wir sagen, dass wir uns an das afrikanische Leben schon recht gut gewöhnt haben und trotzdem kommen einem immer wieder Situationen unter, die neu sind. Langweilig wird uns hier bestimmt nicht, denn es gibt genug zu entdecken und wir genießen unsere Zeit hier.
Die letzten Tage war es relativ ruhig und wir waren wie gewöhnlich im Babies Home. Auch dort lernt man die Kinder immer besser kennen und merkt, wie sie ticken- manche sind eher introvertiert und manche sehr extravertiert. Wir können oft auch gut beobachten, welchen Einfluss wir auf die Kinder haben, denn man merkt, dass sie uns mögen und zu uns kommen, wenn sie gerade traurig, wütend (wenn sie weinen) oder wenn sie gut gelaunt sind. 
Außerdem gibt es hervorragende Neuigkeiten: Da man im worldwideweb (www) bis vor ein paar Tagen noch nichts über das Nsambya Babies Home gefunden hat, könnt ihr das ab jetzt aber tun. Gabriel nahm dieses Projekt in Angriff und erstellte eine Homepage und auch eine vernetzte Facebook-Seite, wo man generelle Infos und Aktuelles über das Babies Home und die dazugehörige Schule finden kann. 

    -  www.nsambyababieshome.wordpress.com
    - Facebook: Nsambya Babies Home

Auch wir werden uns daran beteiligen und schauen, dass diese Seite ihren Sinn erfüllt und sich unter den Leuten ein wenig verbreitet.

Das Wochenende werden wir wieder auswärts verbringen- es geht ab nach Jinja!

Ganz liebe Grüße aus Uganda,
Maria&Olivia

Montag, 10. Oktober 2016

Lake Nabugabo

Hello from the other side :)

An unserem mittlerweile vierten Wochenende haben wir beschlossen, zusammen mit Gabriel und Lilli einen Wochenendausflug zum Lake Nabugabo zu machen, um dem hektischen Stadtleben in Kampala zu entfliehen.
Der See liegt neben dem Victoria Lake und die nächst größere Stadt heißt Masaka (die hat uns aber weniger interessiert, weil wir mal ein bisschen weniger Leute um uns herum haben wollten ;). Dort waren wir dafür genau richtig! Wir hatten zwei kleine Häuschen mit einem Schlafzimmer, einem Bad (bei uns ging das warme Wasser nur leider nicht…) und sogar einer kleinen Terrasse mit Seeblick. Diese tolle Aussicht haben wir während dem Essen oder Karten spielen oder einfach nur beim Quatschen und Relaxen sehr genossen. Außerdem waren in der Früh, als alles noch ruhiger war und keine Menschen da waren, Affen unterwegs- ja wir haben dieses Wochenende „live“ unsere ersten Affen in Uganda gesehen. Sie sind von Baum zu Baum gesprungen oder auch auf der Wiese herum gelaufen und es war spannend, ihnen zuzuschauen. Zusätzlich konnten wir tagsüber auch einfach verschiedenste Vögel beobachten.

Am Samstag haben wir ein bisschen die Umgebung erkundet und sind herum spaziert. Hier war alles ländlicher und nicht so stadtmäßig, dadurch hat sich unser Afrikabild mehr bestätigt: kleinere (Lehm)Hütten und keine Häuser, keine asphaltierten Straßen, mehr Felder und Plantagen, an denen gearbeitet wird,…
Außerdem war es schwierig ein Mittagessen aufzutreiben- wir suchten, suchten und suchten. In der Stadt findet man, im Gegensatz zu diesem Ort, überall Straßenstandeln mit Chapati, Rolex, gefüllte Taschen, etc. Schlussendlich haben wir es aber doch noch geschafft, einen vollen Bauch zu bekommen :)

Sonntags hatten wir nur noch den Vormittag, weil uns dann die Heimreise bevor stand. Viel haben wir 3 Mädels nicht mehr gemacht, im Gegensatz zu Gabriel, der bei einem Halbmarathon mit gelaufen ist, der stattgefunden hat, weil „Independence Day” war. Gabriel hat sich der Challenge gestellt, in Afrika, ziemlich genau am Äquator, in der Hitze 21 km zu laufen und er hat dabei auch noch sehr gut abgeschnitten: er wurde 11ter von 80 Läufern und bester Muzungu, Gratulation! :) Er hat gesagt: „Erster und letzter Halbmarathon in Afrika.“

Allgemein können wir sagen, dass das Wochenende angenehm ruhig und entspannend war. Es tat auf jeden Fall gut, die Stadt mal hinter sich zu lassen!
Aja, wir beide fühlen uns auch ein bisschen geehrt, das erste Mal über den Äquator gefahren zu sein und die Südhalbkugel unseres Planeten betreten zu haben.

Greetings, 
Maria&Olivia






Donnerstag, 6. Oktober 2016

Im Babies Home...

Hallo :)

Morgen geht schon die 3.Woche im Babies Home zu Ende. In diesen drei Wochen haben wir die Kinder schon ganz gut kennengelernt und mittlerweile wissen wir auch schon, wie ein typischer Tag dort ausschaut (Tagesablauf werden wir auch irgendwann einmal beschreiben).
Jeder Tag im Babies Home ist einerseits gleich, aber andererseits verschieden. Immer wieder kommen Visitors von überall her, um das Waisenheim zu besuchen oder auch Paare, die gerne ein Kind adoptieren wollen. Kinder kommen und gehen- bis jetzt ist noch kein „neues“ Kind gekommen, aber es haben uns bereits 2 Kinder, Zwillinge, verlassen. Sie wurden von ihren Eltern abgeholt und werden in Zukunft hoffentlich gut und liebevoll von ihnen erzogen.
Sonst haben wir auch schon versucht, uns (so gut es geht) pädagogisch wertvoll einzubauen: einmal brachten wir den Kindern Papier und Farbstifte zum  Malen mit und einmal durften sie sich im Wasserfarbenmalen probieren. Jede Woche nehmen wir den Kindern von unseren vollgefüllten Koffer Luftballons mit- das gefällt ihnen und es bringt, so bunt wie sie sind, Abwechslung in den Tag. Die Kinder waren stets am Erforschen als wir ihnen dann in die Luftballons noch Bohnen hineingaben. Es verbreitet Kinderlächeln und das wiederum verbreitet ein Lächeln bei uns. 
Aja und außerdem haben Gabriel und Lilly (die beiden anderen Volunteers) von Spendengeldern eine Gitarre gekauft, mit dieser haben wir auch schon ab und zu gespielt, wobei wir den Kindern noch lernen müssen, dass es kein Spielzeug für sie ist. Wichtig ist eben, dass auf die Gitarre aufgepasst wird und es wäre natürlich super, wenn es die kommenden Freiwilligen weiterführen würden. :)

Am Wochenende haben wir unseren ersten Trip geplant. Was wir euch verraten können: Lake Nabugabo steht am Programm. Mehr dazu dann nach dem Wochenende!

eure
Olivia&Maria


Ps.: Leider dürfen wir von den Kindern im Waisenhaus keine Fotos oder Videos auf Social-Media Plattformen stellen, deswegen gibt es nur Fotos ohne Kinder...

  

Sonntag, 2. Oktober 2016

Kampala City Festival

Hallo ihr Lieben :)

Nachdem wir zwei wieder brav unserer Sonntagsbeschäftigung, dem Wäsche waschen, nachgegangen sind, haben wir uns mit den 2 anderen Freiwilligen, Gabriel und Elisabeth, in der Stadt getroffen, um beim „Karneval“ dabei zu sein, der sich dann aber als Kampala City Festival entpuppt hat.
Das Festival hat an der Hauptstraße „Kampala Road“ stattgefunden und bevor wir das Gelände betraten, mussten wir uns bei der Sicherheitskontrolle anstellen, die aber nicht sehr genau war- also eher sinnlos. Endlich an den Kontrollen vorbei haben wir uns zu dem ausgemachten Treffpunkt mit den zwei anderen gezwängt. Von allen Seiten wird man angesprochen, gefragt, ob man sich was ins Gesicht malen lassen will oder ob man nicht Hunger hat. So ging das die ganze Zeit und eines ist klar: um bei dem Kampala City Festival dabei sein zu können, darf man weder Platz-, noch Berührungsängste haben.
Maria vergleicht es ein bisschen mit einem Faschingsumzug, denn die verschiedensten Marken/ Firmen präsentierten sich auf Lastwägen, worauf getanzt, gesungen und gefeiert wurde.
Wir haben uns dann in einem Park in die Wiese gesetzt, der Musik zugehört und die Atmosphäre genossen, zumindest so gut es ging. Viele Kinder sind zu uns gekommen und haben unsere Haut angegriffen, einige haben gefragt, ob sie ein Foto mit uns machen dürfen und ein junger Mann ist sogar zu Gabriel und hat ihn gefragt, welche von uns drein er denn haben darf…
Das ist Kampala ;))

Liebe Grüße,
Maria & Olivia

Ps.: Leider gibt es heute keine Fotos, weil hier die Gefahr, dass etwas gestohlen wird sehr hoch ist und auf einem Festival ist sie natürlich noch ärger…

Samstag, 1. Oktober 2016

Nach 2 Wochen...

Hallihallo :)

Was können wir euch nach 2 Wochen sagen? 14 Tage sind zwar nicht sehr lange, aber trotzdem eine gewisse Zeitspanne, wo man so einiges erleben kann. Die Zeit ist für uns bis jetzt relativ schnell vergangen. Vor allem haben wir in diesen 2 Wochen schon so manche Eindrücke gewonnen und den ersten „Schock“ bereits überstanden. 
Wir beide fühlen uns daheim, bei unserer Gastfamilie, sehr wohl- sie geben uns ein Gefühl des Willkommenseins und wir freuen uns auch oft einfach „heimzukommen“ und mit ihnen zu quatschen.
Im Babies Home vergeht auch ein Tag nach dem anderen: Die Kinder wachsen einem immer mehr ans Herz und man spürt, wie sie unser Dasein wollen/ brauchen/ mögen :) Jede von uns hat bereits ihren Liebling bzw. ihre Lieblinge gefunden. Die letzte Woche wurde es immer ruhiger unter den Kindern. Erstens, weil die Schulkinder am Vormittag wieder in der Pre-School (Vorschule bei uns) sind und zweitens, weil zwei der Kinder (=Zwillinge) zu ihren Eltern zurückgebracht wurden. Immer wieder kommen auch Paare vorbei, die gerne ein Kind adoptieren möchten, oder einfach das Babies Home besuchen wollen. Es ist sehr interessant solche Prozesse zu verfolgen und wir sind gespannt, wann „neue“ Kinder gebracht werden, oder die nächsten gehen. 


Ansonsten haben wir die letzten Tage auch schon ein bisschen etwas von der Stadt Kampala gesehen. Gestern waren wir in 3 Hindu-Tempeln, schauten sie von außen und innen an. In jedem Tempel wurden wir offen empfangen und in einem spielte sogar extra eine Band für uns. Dazu müssen wir sagen: Dort findet in den nächsten 9 Tagen ein Fest statt, weil sie ihren 9ten Gott feiern. Sie haben uns eingeladen zu kommen, um mit ihnen zu tanzen, singen und essen.
Heute besuchten wir ein anderes Waisenheim: Sanyu Babies Home. Dieses ist von der Kapazität viel größer. Es sind dort ca.48 Kinder im Alter von 0 bis 4 Jahre. Es ist spannend einen Vergleich zu unserem „Nsambya Babies Home“ zu haben. Danach waren wir bei St.Paul’s Cathedral und dann noch bei den Kasubi Tombs, wo wir ganz viel über Uganda’s Geschichte erfahren haben. Zum Abschluss haben wir uns dann noch ein leckeres Rolex (Chapati mit Ei, Tomaten und Kraut) und Kaffee und Kuchen im Café Javas gegönnt (vergleichbar mit Starbucks bei uns).

Wir freuen uns heute schon auf unser Bett und hoffen in Österreich ist alles klar?!

Viele Bussis,
Maria&Olivia








Mittwoch, 28. September 2016

Uganda und die Bank...

Hallo ihr Lieben, 

uns geht es nach wie vor sehr gut hier in Kampala und wir genießen jeden Tag aufs Neue. Aber leider kann ja nicht alles wie am Schnürchen laufen und ein bisschen kompliziert muss es auch mal sein, weil sonst wäre das Leben ja langweilig ;))

Also, es gibt Probleme mit dem Geld abheben, aber keiner von uns beiden weiß genau woran es liegt. Die Leute in der ugandischen Bank sagen, wir sollen bei der Bank daheim anrufen, dort liegt nämlich sicher der Fehler. Am Telefon wird uns dann aber gesagt, dass weder das Limit überzogen wurde, noch zu wenig Geld auf der Karte ist. Das Problem liegt also auch nicht bei der heimischen Bank…
Wir haben es sowohl bei verschiedenen Banken, als auch bei verschiedenen Bankomaten versucht, das eine Mal funktionierts, dass andere Mal nicht…

Fazit: Um Geld in Uganda zu bekommen, muss man Tage einplanen und nicht so wie bei uns den nächst besten Bankomaten suchen :)


Maria&Olivia